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Stadtgänge

 

Treffpunkt

Mit Öffnung der historischen Altbauten des historischen museums im Mai 2012 beginnen unsere Stadtgänge und Führungen (außer es ist explizit im Veranstaltungsprorgramm ein anderer Ort angegeben) im Eingangsfoyer der historischen Altbauten (Fahrtor 2).
Die Stadt(rund)gänge dauern im Allgemeinen zwischen anderthalb und zwei Stunden. Gruppen sollten nicht mehr als 25 Personen umfassen.

 

Besucherservice und Führungen

Susanne Angetter
Tel ++49 (0)69-212-35154
E-Mail besucherservice.historisches-museum(at)stadt-frankfurt.de

 

 

 

 

 

 

 

Stadt am Fluss

Kultur- und sozialgeschichtliche Aspekte der Stadtentwicklung werden am Beispiel des Mains als Transport- und Kommunikationsband seit dem frühen Mittelalter erläutert. Dabei wird der Main in seiner Wechsel-

beziehung zur Stadt untersucht. Der Rundgang führt vom Leinwandhaus (caricatura museum), vorbei am Dom zum Mainufer bis zur Alten Brücke mit Portikus und zurück über den Mainkai zum Römerberg mit seiner Nachkriegsbebauung der 1950er Jahre.

 

Friedrich Wilhelm Hirt, Das Mainufer am Fahrtor, Öl auf Leinwand, 1757, Inv.-Nr. B1528 (c) hmf, Foto: H. Ziegenfusz

Östliche Altstadt

Der Rundgang beginnt mit einem Blick auf die Saalhofkapelle und damit auf den ältesten Kern des mittelalterlichen Frankfurts. Von dort führt der Weg weiter über den Römerberg zum Steinernen Haus und zu einer kleinen Passage des ehemaligen Nürnberger Hofs, einem weiteren mittelalterlichen Teil der Altstadt. Der Hainer Hof schließt sich an und der Gang endet an der Gedenkstätte Börneplatz. Historische Schichtungen und Überlagerungen im Stadtbild werden so sichtbar. Zugleich werden Themen wie die Stadt im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, Juden in Frankfurt, Frankfurt als historische Messestadt, Sanierung und Stadtplanung, Zerstörung und Wiederaufbau berührt.

 

Synagoge am Börneplatz, Fotografie von Fred Kochmann, Nov. 1938, Inv.-Nr. Ph03821b (c) hmf, Foto: H. Ziegenfusz

Jüdisches Leben in Frankfurt

Der Gang führt über den Römer und Dombereich zum Stadtmodell im Museum Judengasse, das in seiner Maßstäblichkeit (1:200) dem großen Treuner´schen Altstadtmodell gleicht und an dieses sich topografisch ostwärts direkt anschließt. Der Stadtgang endet schließlich an der Gedenkstätte am Börneplatz. Es werden die historischen und kultur-

archäologischen Aspekte der Zerstörungen der jüdischen Lebenswelt vom Mittelalter bis zum Holocaust besprochen. So berührt der Gang durch die Frankfurter jüdische Geschichte die Gedenkplakette auf dem Römerberg in Erinnerung der Bücherverbrennung ebenso wie die Südseite des Doms entlang der Saalgasse als ehemaliger Ort des Zusammenlebens von Juden und Christen.

 

Die Judengasse, Fotografie von Carl Krause, um 1880, Inv.-Nr. C 15276 (c) hmf, Foto: H. Ziegenfusz

Die Zeil – Vom Viehhof zu My Zeil

Der Rundgang verläuft von der Saalgasse zur Fahrgasse, über die Staufenmauer zur Konstablerwache und führt schließlich über die Zeil bis zur Hauptwache. Hierbei spannen wir einen historischen Bogen, der die Entwicklung der Zeil vom mittelalterlichen Viehmarkt zu einer der umsatzstärksten Einkaufsstraßen Europas nachvollzieht. Anhand ausgewählten Bildmaterials wird der Wandel einer immer rastlosen Flaniermeile deutlich: Hotels, Palais´ und Kaufhäuser von einst bis zum 2009 fertiggestellten Konsumtempel „My Zeil”. Dieser historische Überblick lässt sich durch überwältigende Aussichten auf die Frankfurter Skyline auf der Zeilgalerie-Dachterrasse aber auch von der Aussichtsgalerie von My-Zeil beschließen.

 

Zeil mit Pferdebahn, Blick von der Hauptwache nach Osten, Fotografie Carl Hertel, um 1880, Inv.-Nr. C29106 (c) hmf, Foto: H. Ziegenfusz

Frankfurt 1848

Deutsche Politik und Frankfurter Verhältnisse, Vormärz und bürgerliche Revolution: Zwischen Paulskirche und dem rekonstruierten Palais Thurn und Taxis sind nicht nur Tagungsorte der Fraktionen nachzuspüren, auch das literarische Frankfurt und der Salon der Clothilde Koch-Gontard ist Teil des Rundgangs sowie Orte von Barrikaden und Erschießungen.

 

Der Stadtgang lässt sich erweitern durch eine Fahrt zum Hauptfriedhof (U 5) zu den Gräbern der Gefallenen von 1848.

 

 

Einzug der Mitglieder des Vorparlaments in die Paulskirche, Lithografie von Jean Nicolas Ventadour, 1848, Inv.-Nr. C3294 (c) hmf, Foto: H. Ziegenfusz

Der Peterskirchhof – ein Who is Who des alten Frankfurt

Der alte Peterskirchhof zwischen Bleichstraße und Stephanstraße mit seinen Grabstätten namhafter Familien wie der Eltern Goethes, der Angehörigen der Familie Brentano, Merian, Passavant, du Fay oder Nestlé ist eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Frankfurts. Seine historisch und kunstgeschichtlich herausragenden Epitaphien (Grabsteine) aus über fünf Jahrhunderten sind wertvolle Zeugnisse Frankfurter Stadtgeschichte. Mit dem Gang sollen Spuren eines noch unbekannten Ortes wieder in die Öffenlichckeit gerückt werden.

 

Ein Spezialangebot für Schulklassen: Der Peterskirchhof

für Lehrer in den Fächern: Geschichte, Kunst, Ethik, Religion, Sozialkunde:
Der Peterskirchhof hat heute eine herausragende Bedeutung als ehemals wichtigster städtischer Begräbnisplatz vom 15. bis zum frühen 19. Jahrhundert. Hier sind die Grabstätten von Goethes Eltern, der Familie Textor, Merian und anderen bekannten Frankfurter Familien.

Das historische museum bietet in Zusammenarbeit mit der Historisch-Archäologischen Gesellschaft Frankfurt am Main e. V. und der freundlichen Unterstützung der Frankfurter Polytechnischen Gesellschaft fünf verschiedenen Führungen für Schüler/innengruppen an.

Peterskirchhof, Grabmal du Fay, Fotografie (c) hmf