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Die Bibliothek der Alten im historischen museum frankfurt

 

Am Anfang stand die Tat. Das Einräumen der über 70 Kassetten und großformatigen Bücher, wie das Einrichten unterschiedlicher Lichtszenarien vom Museumsalltag über das Ausstellungsgespräch bis zur Workshopsimulation und nicht zuletzt die Inbetriebnahme der beiden Monitore für über 60 Stunden Film- und O-Tonmaterial: Scheinbar aus einem Chaos heraus fügten sich dank der großen Unterstützung durch die Künstlerin Sigrid Sigurdsson in nur wenigen Tagen die Dinge für das Offene Archiv der Bibliothek der Alten zu einem großen Ganzen.

 
Schon zur Preview und zur tags darauf folgenden Eröffnung hatten sich viele ehemalige und aktive PolitikerInnen, Sponsoren, Autoren und Freunde der Bibliothek der Alten im 1. OG eingefunden. Viele erlebten die Bibliothek der Alten auch zum ersten Mal und ließen sich gerne von Feli Gürsching, Jasmin Grünewald und Wolf von Wolzogen in das weit in die Zukunft weisende Kunstprojekt (2105) entführen. Zum Beispiel eine Dame, die während des Gesprächs das Buch der Autoren-Lebensläufe öffnete und direkt bei ihrer Großtante aufschlug! Da sage noch jemand, auch die Bibliothek der Alten verfüge über keine Wunderpotentiale.

 
Groß war dann der fröhliche Ansturm der Besucher während der Tage der offenen Tür zu Pfingsten: zu jeder der drei Kuratorenführungen in der Bibliothek der Alten fanden sich zwischen 25 bis 40 Besucherinnen und Besucher ein und aus den jeweiligen Kurzübersichten entspannen sich intensive Gespräche über die Grenzen der konservatorischen Betreuung der einzelnen Autorenbeiträge, über die Unterschiedlichkeit der Themen und nicht zuletzt über die Auswahlkriterien für die jetzt schon 113 Autorinnen und Autoren. Ein großes Interesse entwickelte sich für die Autoren, seien sie bekannt oder weniger bekannt in der Frankfurter Stadtgesellschaft und viele bekundeten ihre Neugierde für die unterschiedlichen Geschichten, die so ähnlich oder eben ganz anders bei ihnen verlaufen waren.

 
Eine Premiere war auch die Filmpremiere „Marlies Flesch-Thebesius - Der Widerspruch ist Teil des Wahrhaftigen” des Frankfurter Dokumentarfilmers Enzio Edschmid am Pfingstsonntag im Leopold Sonnemann-Saal, zu der 160 Gäste erschienen waren. Marlies Flesch-Thebesius selbst war anwesend. Das Spannende des neuen Filmformats über einzelne Autorinnen und Autoren der Bibliothek der Alten besteht darin, dass neben der Hauptfilm, der einen Überblick über Leben und Arbeit der Autorin vermittelte, sieben thematische Schwerpunkte zu finden waren, wie „Wohnungen" oder „Theologie", mit denen eine vertiefende Auseinandersetzung ermöglicht wird. Am lebendigsten jedoch war das anschließende Gespräch zwischen Enzio Edschmid und Marlies Flesch-Thebesius, bei dem die Zuhörer sich von der Stärke und Ausstrahlung der ehemaligen Journalistihn und Theologin gerne gefangen nehmen ließen.

 

„Und damit eröffne ich das neue Gästebuch, bewegt + glücklich, die Geschichte meiner Heimatstadt Frankfurt hier so lebendig dargestellt zu erleben.” (Marlies Flesch-Thebesius)

 
„Heut ist zu sehen erst ein kleiner Teil, aber jetzt schon anzusehen und zu fühlen, die Haus wird der Stolz aller Frankfurter sein! Seit 1982 bin ich Wahlfrankfurterin und der Stadt in Zuneigung und >Neugierde immer aufs Neue verbunden.” (Irene Kubisch)

 
„Eine hohe Qualität im Museumsreigen und eine gute Präsentation nicht nur für Frankfurt sondern around the world.”

 
„Als Ausländer habe ich hier auch die Möglichkeit, Frankfurts Geschichte zu sehen und zu erleben.” (Francesco)

 

Galerie Thumb Nr 0
Galerie Thumb Nr 1
Galerie Thumb Nr 2
Tage der offenen Tür - Marlies Flesch Thebesius (c) hmf, Foto: P. Welzel

Tage der offenen Tür - Marlies Flesch Thebesius (c) hmf, Foto: P. Welzel