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Frankfurt und der Nationalsozialismus

Frankfurt und der Nationalsozialismus
ab Herbst 2020
Eine Ausstellung des Historischen Museums Frankfurt

Im Jahr 2020 jährt sich das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft zum 75. Mal. Das Historische Museum Frankfurt wird in diesem Jahr die erste umfassende Ausstellung über die Zeit des Nationalsozialismus in Frankfurt eröffnen. Es überrascht, wie schnell und gründlich sich das zuvor so liberale und weltoffene Frankfurt unter seinem neuen Oberbürgermeister Friedrich Krebs der NS-Ideologie angeschlossen hat. Die Stadt sollte systematisch zu einer nationalsozialistischen Vorzeigestadt gemacht werden. Universitätsinstitute waren an der rassenideologischen Forschung sowie an der Umsetzung der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik beteiligt. Um den Ruf als "Stadt der Juden und Demokraten" abzuschütteln, wurde die NS-Politik gegenüber der jüdischen Einwohnerschaft mit besonderer Vehemenz vorangetrieben.

Die Ausstellung will das lange gehegte Bild der Stadt als "widerständig" hinterfragen und die Beteiligung der Bevölkerung Frankfurts, ihrer Verwaltung, Universität und Wirtschaft am nationalsozialistischen System verdeutlichen. Das Aufzeigen von personellen und institutionellen Kontinuitäten nach 1945 sowie mentalitätsgeschichtlichen Entwicklungslinien vor und nach der Zeit des Nationalsozialismus ermöglicht eine selbstkritische Reflexion und soll alltäglichen, ideologischen und institutionellen Fortwirkungen des Nationalsozialsmus entgegenarbeiten.

Die Pressemitteilung vom 22. März 2019 zur Tagung "Frankfurt und der Nationalsozialismus" (21.-22. März 2019) finden Sie hier.