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Gefördert im Programm 360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft

Förderprogramm 360° ─ Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft

Im Rahmen des Förderprogramms „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ der Kulturstiftung des Bundes konnte das Historische Museum Frankfurt eine Kuratorenstelle für Diversität und Migration befristet auf 4 Jahre einrichten. Zum 1. Juni 2018 wurde Puneh Henning auf diese Stelle berufen. Während ihres Studiums der Kunstpädagogik arbeitete sie bereits als freie Mitarbeiterin für das Junge Museum Frankfurt und war anschließend in der Betreuung und Beratung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen tätig. Von 2014 bis 2015 arbeitete sie als Museums-Stipendiatin für „Kulturelle Vielfalt und Migration“, ermöglicht durch die Polytechnische Gesellschaft Frankfurt, am Historischen Museum Frankfurt unter anderem an der Neukonzeption der Dauerausstellung „Frankfurt Jetzt!“ im „Stadtlabor“ und der“ Bibliothek der Generationen“ mit. Zuletzt war sie als freie Mitarbeiterin am Weltkulturen Museum in Frankfurt und an der Universität Darmstadt-Dieburg tätig. Im Rahmen der neuen Aufgabe wird sich Frau Henning im Museum mit der über 800-jährigen Zuwanderungsgeschichte der Stadt sowie der hochgradig vielfältigen Stadtgesellschaft Frankfurts auseinandersetzen.

Rund 22,5 Mio. Menschen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Sie haben die Geschichte und Gesellschaft des Landes nachhaltig geprägt und werden dies auch künftig tun. Aus diesem Grund ist Migration für Deutschland als Einwanderungsland von besonderer Relevanz. Die Kulturstiftung des Bundes reagiert mit ihrer Fördermaßnahme auf die landesweite Diskussion, dass sich gesellschaftliche Vielfalt nur in geringem Maße in den Programmen, dem Personal und dem Publikum von Kultureinrichtungen wiederfindet. Mit dem Fonds fördert sie daher Kultureinrichtungen aller Sparten, die sich mit Fragen zur kulturellen Vielfalt in den Institutionen selbst befassen. Das Historische Museum Frankfurt, das sich als Museum für die Stadt versteht, möchte sich in diesem Rahmen weiter zu einem zentralen Begegnungsort entwickeln, in dem eine aktive Teilhabe von Menschen mit kulturell vielfältigen Hintergründen an der Museumsarbeit ermöglicht wird.

Gerade Großstädte - wie die Main-Metropole Frankfurt - bieten eine hohe gesellschaftliche Diversität. In Frankfurt haben über 50% der Anwohnerinnen und Anwohner einen Migrationshintergrund. Es ist die Großstadt mit dem höchsten Migrationsanteil in Deutschland. Kulturelle Vielfalt ist das prägende Merkmal der Stadtgesellschaft, womit die Stadt selbst zum Mittelpunkt und Thema wird, über das sich alle Menschen verständigen können. Ziel der Fördermaßnahme ist es, in vier Jahren eine Grundlage für die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen den Akteurinnen und Akteuren der neuen Stadtgesellschaft und dem Museum auf den Ebenen des Programms, des Publikums und des Museumspersonals zu sorgen.

Neben der Sammlung von unterrepräsentierten Geschichten geht es auch darum, die Teilhabe und Mitgestaltung an der Institution selbst, den Narrationen über Stadtgeschichte und an der Repräsentation von Stadtgesellschaft zu ermöglichen. Das Museum möchte so für ein vielfältigeres Spektrum an Akteurinnen und Akteuren der Stadtgesellschaft zum Ort für gesellschaftliche und kulturelle Debatten werden.

Weitere Informationen von der Kulturstiftung des Bundes zu diesem Projekt finden Sie hier.

Historisches Museum Frankfurt für den ZukunftsGut-Preis der Commerzbank-Stiftung nominiert

In diesem Jahr wird erstmals der „ZukunftsGut–Preis der Commerzbank-Stiftung für institutionelle Kulturvermittlung“ vergeben. Die Stiftung teilte am 6. Juni mit, dass drei von 125 Bewerbern aus der ganzen Bundesrepublik in die engere Wahl der Jury gekommen sind. Darunter ist auch das Historische Museum Frankfurt.

Bei dem ZukunftsGut-Preis der Commerzbank Stiftung handelt sich um den einzigen Preis für Kulturvermittlung durch Kultureinrichtungen wie Schauspielhäuser, Opern- und Konzerthäuser, Literaturhäuser sowie Museen. „Dass das Historische Museum aus einer Vielzahl bundesweiter Bewerbungen für den ZukunftsGut-Preis der Commerzbank-Stiftung nominiert wurde, ist schon eine Auszeichnung an sich. Es zeigt die nationale Strahlkraft dieses Stadtmuseums, das in der Vermittlung seiner Inhalte neue und zeitgemäße Wege geht und damit Maßstäbe setzt“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig und gratuliert dem Leiter des Hauses, Jan Gerchow, und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu diesem Erfolg.

Mit dem Historischen Museum wurden außerdem das Staatsschauspiel Dresden und das Theater Oberhausen nominiert. Zur Bewerbung des Historischen Museums Frankfurt bemerkt die Jury: „Im Historischen Museum Frankfurt ist es gemäß der Strategie des Stadtlabors eine gemeinsame Aufgabe von Stadtbewohnern und Institution, Ausstellungen zu entwickeln. Das gestaltende Element dabei sind die subjektiven Erfahrungen, die die Frankfurterinnen und Frankfurter mit ihrer Stadt verbinden, ebenso ihre Erwartungen.“ Die Preisverleihung an eine der drei Institutionen wird am 12. September am Sitz der Commerzbank in Frankfurt stattfinden.

Zur Pressemeldung der Commerzbank-Stiftung geht es hier.

Museumsdirektor Jan Gerchow erhält den Kairos-Preis 2018 der Alfred Toepfer-Stiftung F.V.S.

Aus Anlass der Verleihung des Preises produzierte Nil Varol ein Portrait über Jan Gerchow und das neue Historische Museum Frankfurt. Zum 3sat-Film von Nil Varol geht es hier
Zur Presseinformation der Alfred Toepfer-Stiftung geht es hier.