Zum Inhalt Zum Hauptmenü Zur Suche Zum Footer
Nautilusmuschel C. Bellekin um 1660 © HMF Foto: Uwe Dettmar
Besucher betrachten Münzen aus der Sammlung Glock/Barckhaus
Besucher betrachten Münzen in der Sammlung Glock/Barckhaus © HMF Stefanie Kösling

Münzsammlung und Kunstschrank

Die Münzsammlung des Anton Philipp Glock (1696–1721) und der Kunstschrank der Catharina Elisabeth von Barckhaus (1696–1749)
Beim Rundgang durch das Sammlermuseum bilden zwei wertvolle Sammlermöbel den Anfang: in Ka­bi­nett­schrän­ken sammelten und zeigten Bürger des 18. Jahrhunderts ihre Schätze. 

Der barocke Kunstkammerschrank von Heinrich Bernhard und Catharina Elisabeth von Barckhaus gelangte 1752 als Stiftung in die Stadtbibliothek, mitsamt den gedrechselten Elfenbeinskulpturen, ver­zier­ten Muscheln und Korallen, Wachsmalereien, Kruzifixen. Ebenfalls prä­sentiert wird das Münzkabinett des Anton Philipp Glock (1696-1721) mit 3.296 griechischen und römischen Münzen. Es wurde 1749 von seiner Witwe (Catharina von Barckhaus) der Stadtbibliothek gestiftet.

Der Beginn der Münzsammlung des HMF datiert aus dem Jahr 1749, dem Geburtsjahr Goethes. In diesem Jahr schenkte Catharina Elisabeth von Barckhaus, verwitwete Glock, die Sammlung ihres verstorbenen Mannes der Frankfurter Stadtbibliothek. Der Syndikus Anton Philipp Glock hatte 3.296 griechische und römische Münzen zusammengetragen. Hinzu kam ein Legat von 1.000 Gulden zur Betreuung der Sammlung. Dieses Handeln wurde zum Vorbild. Dank Stiftungsmitteln konnte als Nächstes eine Sammlung von Krönungsmedaillen erworben werden. Heute ist der Bestand an Frankfurter Münzen, Medaillen und Orden nahezu komplett, eingebettet in eine der bedeutendsten Sammlungen deutscher Münzen weltweit.
 
Nach dem Tode von Catharina Elisabeth von Barckhaus und ihrem zweiten Ehemann kam auch ihr Kunstkammerschrank in die Stadtbibliothek. Dieser enthielt hochwertige Objekte in kunstfertiger Bearbeitung. Er ist das einzige Beispiel für diese fürstliche Sammlungs- und Präsentationsform in der Bürgerstadt Frankfurts.
 
Die Münzsammlung und der Kunstschrank gehören zu einer der Sammlungen, die in der neuen Dauerausstellung „Frankfurter Sammler und Stifter” zu besichtigen sind.