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Die Dauerausstellung Frankfurt Jetzt! ist im Obergeschoss des Neubaus zu sehen. Auf rund 1.000 qm sind hier das Frankfurt-Modell, die Bibliothek der Generationen und wechselnde Stadtlabor-Ausstellungen zu sehen. Im Stadtlabor erkunden wir in Zusammenarbeit mit Frankfurter*innen unsere Stadt immer wieder neu. Wie lebt es sich in Frankfurt? Was macht unsere Stadt aus? Zeig mir Dein Frankfurt!


Wer könnte diese Fragen besser beantworten als die Frankfurter*innen selbst? Sie sind die Expert*innen dieser Stadt, und Frankfurt Jetzt! ist ihrem Frankfurt-Wissen gewidmet. Wir laden sie ein, ihr Expertenwissen im Historischen Museum Frankfurt sichtbar zu machen und mit anderen zu teilen.

Das Motto von Frankfurt Jetzt! ist: Frankfurt ist viele Städte. Zeig mir Dein Frankfurt! Um diese Frage zu beantworten entwickeln wir immer wieder neue Methoden sowie Ausstellungs- und Veranstaltungsformate. Die Ausstellung befasst sich mit der Gegenwart Frankfurts und fragt nach dem Erfahrungswissen ihrer Bewohner*innen. Sie richtet sich in erster Linie an Frankfurterinnen und Frankfurter. In diesem Ausstellungsbereich spielen paritzipative Methoden eine große Rolle.
 
Das Foto zeigt den Modellbauer bei der Arbeit am Modell.
Der Modellbauer bei der Arbeit © HMF
Eine Modellbauerin steht auf dem Stadtmodell und benutzt ein Seil, um die Autobahn darzustellen
Letzte Arbeiten am Frankfurt-Modell © HMF, S.Kösling
Das Foto zeigt den Modellbauer bei der Arbeit am Modell. Eine Modellbauerin steht auf dem Stadtmodell und benutzt ein Seil, um die Autobahn darzustellen

Ein künstlerisches Stadtmodell von über tausend Frankfurter*innen und Herman Helle, Frankfurt/Rotterdam 2015 bis 2017

Das über 70 qm große Frankfurt-Modell zeigt die Stadt so, wie sie 2015 von den Bewohner*innen beschrieben wurde. Das Historische Museum befragte damals 1.166 Frankfurter*innen nach ihren Stadt-Ansichten. Es ging um Lieblingsorte und Unorte, um wichtige Orientierungspunkte, die Vielfalt der Stadtteile und ihre Wahrnehmung. Der Künstler Herman Helle übersetzte dies künstlerisch und gestaltete mit seinem Team ein lebendiges Modell, in dem die wichtigsten Orte in einem größeren Maßstab dargestellt sind. Einige der von den Frankfurter*innen Geschichten sind im Modell durch Anspielungen und Fundstücke wiedergegeben. Geräusche und Videos vermitteln die Lebendigkeit der gefühlten Stadt.
Die Stadtgesellschaft ist sehr unterschiedlich. Deshalb sind die Meinungen der Frankfurter*innen oft widersprüchlich. In Frankfurt liegen Dorf und Stadt, Hochhaus und Fachwerk, Bebauung und Grün ganz dicht nebeneinander. In dem multimedialen Materialmix des Modells treffen diese Gegensätze aufeinander, überraschende Nachbarschaften treten zu Tage.

Weitere Materialien
Film zum Frankfurt-Modell

Dokumentation der Sommertour 2015 - Mein Frankfurt-Modell

Fotografie eines Stadtlaborplakats zum Gallusviertel hinter Glas, in dem sich die Galluswarte spiegelt
Stadtlabor unterwegs Gallus © HMF
Das Foto zeigt eine große Gruppe von Menschen, die an einer Veranstaltung der Sommertour 2015 teilnehmen
Stadtlabor unterwegs Ostend © HMF
Fotografie eines Stadtlaborplakats zum Gallusviertel hinter Glas, in dem sich die Galluswarte spiegelt Das Foto zeigt eine große Gruppe von Menschen, die an einer Veranstaltung der Sommertour 2015 teilnehmen

Auch wenn wir alle in der selben Stadt leben, so erleben wir Frankfurt doch sehr unterschiedlich. Zeig mir Dein Frankfurt!
Im Stadtlabor erkunden wir diese verschiedenen Frankfurts und stellen sie der Öffentlichkeit vor. In enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Personen und Gruppen entstehen so Ausstellungen, Filme oder Veranstaltungen über die Stadt. Hier geht's zur ausführlichen Projekt-Beschreibung.

Entwurfszeichnung von Sigrid Sigurdsson zur Bibliothek der Alten, 1999
Bibliothek der Alten Entwurfzeichnung © HMF Horst Ziegenfusz
Besucher/innen recherchieren in der Bibliothek der Generationen
Ehrenamtliche betreuen die Bibliothek der Generationen © HMF Stefanie Kösling
Entwurfszeichnung von Sigrid Sigurdsson zur Bibliothek der Alten, 1999 Besucher/innen recherchieren in der Bibliothek der Generationen

Die Bibliothek der Generationen (früher Bibliothek der Alten) ist ein von Sigrid Sigurdsson initiiertes künstlerisches Erinnerungsprojekt, das von über 100 Autor*innen mit Leben gefüllt wird. Mit einer Laufzeit von 105 Jahren (2000 – 2105) ist das Projekt generationenübergreifend angelegt.
Hier werden Bücher und Kassetten aufbewahrt, eingereicht von Privatpersonen, Institutionen, Gruppen und Initiativen. Die in den Beiträgen dargestellten Themen decken ein breites Spektrum ab, das von autobiographischen Arbeiten, über künstlerische Beiträge bis hin zu wissenschaftlichen Darstellungen reicht. Wir führen regelmäßig Veranstaltungen zu einzelnen Themen oder Beiträgen durch.
Die Bibliothek der Generationen wurde ursprünglich für die Ausstellung „Das Gedächtnis der Kunst. Geschichte und Erinnerung in der Kunst der Gegenwart" (2000/2001) konzipiert. Gemeinsam mit dem damaligen Museumskurator Kurt Wettengl suchte Sigrid Sigurdsson 100 Autorinnen und Autoren, die mit der Geschichte der Stadt Frankfurt am Main verbunden sein sollten. Die Teilnehmer*innen sollten einen biografischen, historischen oder wissenschaftlichen Rückblick auf das vergangene Jahrhundert erstellen.
Eine Übersicht informiert über die am Projekt beteiligten Autorinnen und Autoren.


Seit 2004 ist die Bibliothek der Generationen Teil der Dauerausstellungen des Historischen Museums Frankfurt. Mittlerweile sind rund 95 Beiträge in die Bibliothek der Generationen eingegangen. Sie bestehen aus historischen oder biografischen Betrachtungen, Tagebüchern oder Briefwechseln, aus Zeichnungen, Protokollen, künstlerischen und wissenschaftlichen Beiträgen sowie aus Fotos, Tonbändern oder Filmen. Es gibt keine inhaltlichen Vorgaben, die Bibliothek weist eine breite Vielfalt an Themen und Erinnerungen auf.
Teilnehmer, die älter als 50 Jahre sind, haben drei Jahre Zeit, ihren Beitrag zu erstellen, wer jünger ist, hat bis zu 50 Jahre Zeit. So entstehen auch Beiträge, die in die Zukunft weisen und das beginnende 21. Jahrhundert reflektieren. Jedes Jahr kommen zwei weitere Autor*innen dazu. Am Ende wird die Bibliothek der Generationen aus 200 Beiträgen bestehen und einen Zeitraum von mehr als zweihundert Jahren erinnerter Geschichte umfassen.
Ziel des Projekts ist es, die Geschichte der Stadt Frankfurt am Main aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen und kommenden Generationen die Möglichkeit zu geben, sich mit den Erinnerungen und Berichten der Älteren auseinander zu setzen. Wie die Erfahrung zeigt, kann solch ein „Offenes Archiv“, in dem die Bürger aktiv an einem Erinnerungsprozess teilnehmen, Auslöser weiterführender Diskussionen und Prozesse sein, die den Umgang einer Stadt mit ihrer eigenen Geschichte nachhaltig beeinflussen.
 
Nutzung der Bibliothek der Generationen
Die Bibliothek der Generationen wird jeden Dienstag und Sonntag von Autorinnen und Autoren betreut. Jeweils zwischen 14 und 17 Uhr stehen sie für Fragen zum Projekt oder das Öffnen von Archivkassetten zur Verfügung. Dienstags um 14.30 Uhr findet eine halbstündige Einführung in das Projekt und die Präsentation eines ausgewählten Beitrags statt.
Auf dem Bild ist eine Foto des Projekts in Frankfurter Gesellschaft zu sehen, was eine Familie in ihrem Wohnzimmer zeigt mit Eintracht-Fanartikeln
In Frankfurter Gesellschaft © HMF
Auf dem Foto sind mehrere Fenster mit der Foto-Installation von Anna Pekala zu sehen.
In Frankfurter Gesellschaft © HMF
Auf dem Bild ist eine Foto des Projekts in Frankfurter Gesellschaft zu sehen, was eine Familie in ihrem Wohnzimmer zeigt mit Eintracht-Fanartikeln Auf dem Foto sind mehrere Fenster mit der Foto-Installation von Anna Pekala zu sehen.

Im Fotoprojekt „In Frankfurter Gesellschaft“ von Anna Pekala und Florian Albrecht-Schoeck werden Einblicke in die Lebenswelten der Frankfurterinnen und Frankfurter gewährt.

Ein Teil des Fotoprojekts ist in der Dauerausstellung Frankfurt Jetzt! als Installation in den Fenstern rund um das Frankfurt-Modell zu sehen.
Während Anna Pekala Familien, Paare oder Einzelpersonen in ihrem Zuhause porträtiert, liegt der Fokus bei Albrecht-Schoeck auf der Urbanität. Die Fotografin inszeniert die Porträts mit den Bewohner/innen zusammen: Möbel werden verrückt, Objekte mit ins Bild gebracht oder herausgenommen, ausgewählte Kleidung angezogen und eine aussagekräftige Haltung eingenommen.
Seit 2013 wurde das Projekt in 15 Frankfurter Stadtteilen realisiert und umfasst ca. 400 Porträts und 300 Außenaufnahmen. Mit der Zeit ist ein umfangreiches Zeitdokument entstanden, das eine Vielseitigkeit, Individualität aber auch Gemeinsamkeiten verschiedenster Lebensentwürfe, Weltansichten und Kulturen aufzeigt.
Das Foto-Projekt wird durch das Frankfurter Programm -- Aktive Nachbarschaft gefördert und unterstützt. Seit dem Jahr 2000 ist das Frankfurter Programm in aktuell 15 Quartieren der Stadt aktiv.