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21 - Erinnerungen ans Erwachsenwerden
Videoinstallation von Mats Staub

Mats Staub „21 – Erinnerungen ans Erwachsenwerden“
ab 22.11.2018 in Frankfurt Jetzt!
Wie sich Weltgeschichte in persönlichen Erinnerungen spiegelt erforscht der Schweizer Künstler und Geschichtensammler Mats Staub. Für seine Videoinstallation „21 – Erinnerungen ans Erwachsenwerden“ sprach er mit über 170 Menschen verschiedenen Alters und aus verschiedenen Teilen der Welt über ihre Erinnerungen an die Zeit des Erwachsenwerdens. Er hat mit Kebab-Verkäufern, Schauspielerinnen, Metzgern, Frisören, mit Aussteigern und Einwanderern, mit Rentnern und Jugendlichen in Frankfurt, Bern und Belgrad, in Wien und Weimar, in Groningen und Johannesburg gesprochen. Ihre Erzählungen zeichnet er auf. Wenn er nach drei Monaten die Interviewten erneut besucht, spielt er ihnen die verdichteten Tonaufnahmen vor und filmt die Reaktionen in ihren Gesichtern. Sie reichen von Schmunzeln über Weinen, Gesten des Stolzes bis zum sichtbaren Nachsinnen. Als Videoinstallation präsentiert „21“ die Erzählenden als Hörende ihrer eigenen Erinnerung. „21“ war erstmalig 2012 am Mousonturm zu sehen und wird nun in erweiterter Form im Historischen Museum gezeigt.

Die Interviewpartner sind keine Prominenten, sondern "ganz gewöhnliche" Menschen. Als Zuhörender merkt man, dass sie ihre Geschichten nicht schon 100 Mal erzählt haben, die Erinnerungen sind noch nicht in vorgefertigte Sätze gegossen. Als Betrachter der Videoinstallation schaut man den Interviewten beim Finden der Worte, beim Ordnen und Bewerten ihrer Erinnerungen zu und nimmt so Teil an der Biografie-Arbeit der Interviewten. Wir sehen also nicht Personen, die aus ihrem Leben erzählen, sondern Personen, die sich selber aus ihrem Leben erzählen hören.

Frankfurt Jetzt! ist ein idealer Ort für die Videoinstallation von Mats Staub, geht es doch auch hier um das Verhältnis von Subjekt und Kollektiv, von individueller Erinnerung und Geschichte. In den Erinnerungen ans Erwachsenwerden wird nicht nur die eigene Lebensgeschichte thematisiert, sie spiegeln sehr oft auch Weltgeschichte wider.

Porträts in Deutsch, Englisch, Französisch, z.T. mit englischen Untertiteln

Idee, Konzept und Leitung: Mats Staub
Szenografie: Monika Schori
Kamera: Matthias Stickel, Benno Seidel, Sifiso Khanyile
Ton: Andrea Brunner, Mandla Nkuna
Technik: Hanno Sons, Stefan Göbel
Übersetzung/Untertitelung: David Tushingham
Produktion: zwischen_produktionen
Produktionsleitung: Elisabeth Schack, Barbara Simsa
Koproduktion: Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt, Festival Theaterformen Hannover, Museum für Kommunikation Bern, Gessnerallee Zürich, Kunstfest Weimar, Kaserne Basel, Wiener Festwochen, Theater Freiburg, Noorderzon Festival Groningen, Adelaide Festival, Théâtre Vidy Lausanne, Centre d‘Art Waza Lubumbashi, KinArt Studios Kinshasa, Festival Belluard Bollwerk International, Nationaltheater Mannheim

gefördert von: Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, Ernst Göhner Stiftung, Migros-Kulturprozent, Stadt Zürich Kultur, Kanton Zürich Fachstelle Kultur, Kanton Freiburg