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Frankfurter Spitzenarbeit – Mode von Toni Schiesser

8.11.2018 — 28.4.2019
13. Sammler
Toni Schiesser war Frankfurterin durch und durch. Sie liebte ihre Heimatstadt und ihren Frankfurter Dialekt behielt sie trotz internationaler Karriere bei. Pariser Modeanregungen für eine anspruchsvolle, aber nicht unbedingt risikofreudige Kundschaft zu verarbeiten, war die Stärke der Frankfurterin. „Ich kann Ihne sache, die Franzose mache en Murks, mei Kundschaft deht mer des net abnemme!“ Ihre Wertschätzung im In- und Ausland hatte sie durch eine besondere Technik und Materialverarbeitung erworben. Zarteste Gewebe aus Crèpe de Chine, Chiffon und Organza kombinierte sie mit edelster Stickerei und Spitze aus Schweizer Produktion. 1931 hatte sie ihr „Atelier für feine Damenmode“ mit 3 Näherinnen eröffnet. In den 1970er Jahren war der Betrieb auf 145 Mitarbeiter/innen angewachsen und damit das größte private Atelier mit dem höchsten Umsatz in Deutschland.
Das Historische Museum Frankfurt ehrt die Grande Dame der Frankfurter Modewelt mit einer Studioausstellung im 13. Sammlerraum. Den Grundstock der Präsentation bildet der Firmennachlass, den die spätere Firmeninhaberin Ingrid Wrobel dem Museum 2014 überließ. 2015 übergab die Tochter von Toni Schiesser dem Haus ein weiteres Kleidungskonvolut mit Couture-Modellen.