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In unserem Haus sind verschiedenste soziale und kulturelle Gruppen, Menschen mit unterschiedlichsten geistigen und körperlichen Voraussetzungen willkommen, sich mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft Frankfurts auseinanderzusetzen – spontan und selbständig und nicht nur im Rahmen spezieller Programme.
Das ist das Leitbild, auf das sich die Mitarbeiter/innen des Historischen Museums Frankfurt bei einem ganztägigen internen Workshop im November 2015 verständigt haben. Etwa 30 Kolleg/innen aller Abteilungen des Museums haben daran teilgenommen, sich theoretisch (durch Fachvorträge von externen Referent/innen) wie praktisch (in angeleiteten Workshops) mit den Themen Inklusion und Barrierefreiheit auseinandergesetzt und das von der internen Arbeitsgruppe „Inklusives Museum“ erarbeitete Konzept gemeinsam diskutiert.

Bereits 2013 hat das Historische Museum Frankfurt eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die ihr besonderes Augenmerk auf die Konzeption und Durchführung eines inklusiven Ausstellungs- und Museumskonzeptes legt – mit Blick auf die Ausgestaltung des 2017 eröffnenden neuen Ausstellungshauses.

Gleichzeitige Barrierefreiheit für alle Arten von Einschränkungen herzustellen, ist eine Herausforderung, da jeweils unterschiedliche Bedürfnisse aufeinandertreffen.
Eine Treppenstufe kann für einen blinden Menschen eine wichtige Orientierungshilfe sein, während sie für einen Rollstuhlfahrer ein schwer überwindbares Hindernis darstellt. Dennoch wollen wir unsere Ausstellungen künftig so realisieren, dass sie für möglichst alle Menschen weitgehend barrierefrei sind. Unser Konzept „Inklusives Museum“ basiert dabei auf einem Büffet-Prinzip, das heißt: Nicht alles wird für alle interessant sein, aber für jeden ist etwas dabei. Inklusion ist im Museum eine Querschnittsaufgabe und funktioniert nur, wenn diese als grundlegendes Prinzip festgelegt und verankert wird.

Der erste Schritt ist mit dem gemeinsam verabschiedeten Leitbild getan. Wir gehen davon aus, dass das Sich-Einlassen auf die Blickweisen von Menschen mit Behinderung neue Zugänge für ALLE Besucher/innen schafft und dass letztlich ALLE Besucher/innen hiervon profitieren werden.

Auch die digitalen Angebote des Museums - diese Webseite, der Multimediaguide und die Medienstationen - sollen inklusiv gestaltet sein. Zur Umsetzung wurden und werden verschiedene Schritte unternommen, die sich je nach Projekt unterscheiden.

Barrierefreie Webseite

Bei der Entwicklung der Webseite wurden die WCAG 2.0 (Web Content Accessibility Guidelines) beachtet und bestmöglich umgesetzt. in einem Workshop mit Usern und einem technischem Check wurden die Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit der Webseite vor Veröffentlichung überprüft. Dabei wurden einige Mängel gefunden, die wir versucht haben weitestgehend zu beheben. Das betrifft z.B. Linktexte, Labelauszeichnungen, alternative Texte für Screenreader und Breadcrumbs zur besseren Menüführung. Manche Rückmeldungen sind (noch) nicht umgesetzt, wie die Übersetzung der Inhalte in Gebärdensprache oder leichte Sprache (soll in Teilen erfolgen). Und manches Feedback wurde aus gestalterischer Sicht nicht umgesetzt - das betrifft vor allem die Farbgebung und das Layout. Wir können damit nur teilweise eine Umsetzung der WCAG 2.0 Standards nachweisen und hoffen, dass das Ergebnis trotzdem für alle zugänglich und lesbar ist.

Multimediaguide

Der Museumsguide wird Touren in Gebärdensprache, leichter Sprache und Audiodeskription anbieten. Die Inhalte werden in Zusammenarbeit mit Betroffenen und Verbänden erstellt und erprobt. Sie sind auf Leihgeräten im Museum und als mobile Webseite auf dem eigenen Smartphone abrufbar. Der Multimediaguide ist unser wichtigstes Werkzeug zur mobilen Vermittlung der Museumsinhalte an verschiedenste Zielgruppen. Zur Eröffnung 2017 wird eine erste Version zum Ausprobieren bereit stehen - wir freuen uns auf Rückmeldung!