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Plakat der Frankfurter Buchmesse von 1949
Nachdruck eines Plakats der Frankfurter Buchmesse von 1949 © HMF Horst Ziegenfusz
Das Foto zeigt eine Szene aus dem Hüttendorf, Proteste gegen die Startbahn West 1981
Besucher im Hüttendorf 7.6.1981 © HMF Matthias Feyerabend

Frankfurt = kritische Stadt?!

Frankfurt gilt als eine Stadt des Eigensinns, des Protests und der Kritik. Ohne das gedruckte Wort wäre der kritische Geist nicht weit gekommen. In seinem Modell stellt Florian Göttkes die über Jahrhunderte ungebrochene Verbindung zwischen Wort und Kritik dar.

Frankfurt ist eines der Zentren, von dem aus sich der Buchdruck seit seiner Erfindung um 1540 durch Johannes Gutenberg verbreitete. In Frankfurt hatte er einige Jahre an seiner bahnbrechenden und weltverändernden Erfindung gearbeitet. Die ersten Exemplare seiner berühmten Bibel wurden auf der Frankfurter Messe verkauft.  Seit dem 15. Jahrhundert ist für Frankfurt eine Buchmesse belegt, heute ist die Frankfurter Buchmesse einer der wichtigsten Branchentreffs der Bücherwelt.

Im 19. Jh. wurde Frankfurt zu einem Ort politischer Proteste: Hier demonstrieren Anhänger der frühen Nationalbewegung, radikaldemokratischer Parteien und der ersten Arbeiterbewegung. Kritische Zeitschriften werden im Verlagszentrum Frankfurt verlegt.
Im frühen 20. Jahrhundert entstanden an der noch jungen Universität die deutsche Soziologie und die sogenannte Frankfurter Schule, deren „Kritische Theorie“ weltberühmt ist. Von ihr erhielt die Studentenbewegung wichtige Impulse. Frankfurt wurde zum Zentrum der westdeutschen Studentenbewegung. Und auch die Radikalisierung, die in die Gründung der Rote-Armee-Fraktion mündet, nimmt von hier ihren Ausgang und hat bis in die 1990er Jahre eine wichtige Basis in Frankfurt.