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In Frankfurt haben viele Unternehmen der Finanzbranche ihren Standort. Sie machen die Stadt zum führenden Finanzplatz in Deutschland. Sichtbares Zeichen hierfür sind die Bankentürme, die Frankfurt den Beinammen „Mainhattan“ eingebracht haben. Sie inspirierten Jakob Michael Birn zu einem Modell, das den Turmbau zu Babel zitiert, Sinnbild für menschliche Selbstüberschätzung.

Seit dem Mittelalter ist Frankfurt eine wichtige Handels- und Messestadt. Die Stadt profitierte von ihrer zentralen Lage und von ihrer Bedeutung als Wahl- und Krönungsstadt der deutschen Könige. 1240 und 1330 erhielt Frankfurt kaiserliche Messeprivilegien, die den Handel und damit einhergehend auch die Geld- und Kreditwirtschaft förderten. Auf den Herbst- und Frühjahrsmessen trafen sich Kaufleute aus den großen Handelszentren Europas, die alle in ihren Währungen bezahlten. Auf Initiative auswärtiger Kauflaute einigte man sich 1585 erstmals auf festgelegte Wechselkurse – die Börse war gegründet!
 
Die Entwicklung des Finanzsektors prägte auch das Gesicht der Stadt: Anfänglich wurde auf Plätzen, Straßen und in den Sälen der Stadt gehandelt und getauscht. Im Laufe der Jahrhunderte verlagerten sich die Aktivitäten in die Innenräume, heute finden sie hinter spiegelnden Glasfassaden statt. Der Finanzsektor hat sich zu einer eher verschlossenen Welt der Eingeweihten entwickelt. Nach der Aufdeckung von Finanzspekulationen, Währungsbetrug und anderen Skandalen hat sich auch das Bild des angesehen, diskreten und integren Bankiers gewandelt. Der moderne Banker wird als ein arroganter, berechnender und kaltblütiger Karrierist beschrieben, der in seinem Turm buchstäblich die Bodenhaftung verloren hat.