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Stadtlabor

Zeig mir Dein Frankfurt! Im Stadtlabor erforschen wir gemeinsam mit den Frankfurterinnen und Frankfurtern die Stadt, denn sie sind die Expert/innen für ihre Stadt!

Stadtlabor unterwegs

Um herauszufinden, wie es sich in Frankfurt lebt, verlassen wir die Museumsmauern und sind mit dem Stadtlabor unterwegs vor Ort. Wir wollen wissen, wie die Stadt subjektiv wahrgenommen und erfahren wird. Am besten können das natürlich die Frankfurterinnen und Frankfurter beantworten. Mit verschiedenen Methoden der partizipativen Stadtforschung bleibt das Stadtlabor unterwegs ständig in Bewegung und lädt regelmäßig zu neuen Ausstellungs- und Veranstaltungsformaten ein.
Das Stadtlabor unterwegs gibt es seit 2010. Seither sind fünf große Ausstellungen entstanden, die wir jeweils zusammen mit vielen verschiedenen Frankfurter/innen gemacht haben. Wir waren im Ostend und im Stadionbad, haben Ginnheim, die Wallanlagen und das Gallus erforscht. 2015 waren wir auf Sommertour, bei der Sommertour 2016 war das Stadtlabor mit künstlerischen Interventionen, Workshops, Stadtspaziergängen, Lesungen und der Frage „Wer wohnt wie in Frankfurt?“ unterwegs. 2017 haben wir erstmal einen Stadtlabor Film produziert und 2018 war das Stadtlabor in den Ernst-May-Siedlungen unterwegs, als Vorbereitung auf das Jahr 2019, in dem das 100jährige Bauhaus-Jubiläum begangen wird.
Hier findet sich eine Übersicht über alle bisherigen Stadtlabor-Projekte.
 

Stadtlabor im Museum

Mit dem neuen Ausstellungraum „Frankfurt Jetzt!“ haben wir eine ca. 600 Quadratmeter große Fläche für wechselnde Stadtlabor-Aktivitäten bekommen. Nachdem wir mehrere Jahre lang unsere Ausstellungen im Stadtraum und an eher museumsuntypischen Orten, wie einem Freibad, den Nebenräumen einer Turnhalle, einem Autohaus oder einer leerstehenden Büroetage gezeigt haben, steht uns mit „Frankfurt Jetzt!“ ein Ausstellungs- und Veranstaltungsraum im Museum zur Verfügung. Mit dem neuen, festen Ort beginnt auch für das Stadtlabor ein neues Kapitel der Museumsgeschichte, denn wir können jetzt mit neuen Formaten experimentieren. So fand 2017/18 ein erster "Sammlungs-Check" statt, in dem wir Teile der Museumssammlung mittels partizipativer Methoden neu kontextualisiert und auch erweitert haben. Das Pilot-Projekt lief unter dem Titel "Sammlungs-Check: Migration partizipativ sammeln". Mit dem Stadtlabor "Schwierige Dinge" standen ein weiteres Mal nicht Orte, sondern Objekte im Mittelpunkt. Bei den "schwierigen Dinge" handelte es sich um Objekte, die vermutlich NS-Raubgut sind, deren Geschichte im Stadtlabor erforscht wurde.

In dem fest installierten Stadtlabor können andere Dinge aufbewahrt und untersucht werden als in einer Feldforschungs-Situation, es kann anders geforscht und experimentiert werden. Wir werden unsere Fragestellungen, Methoden und Projekte beständig verändern, erweitern und an neue Situationen anpassen.

 

Stadtlabor Digital

Das Stadtlabor Digital ist eine neue Webseite, die das Stadtlabor-Konzept auf eine digitale Plattform für User überträgt. Die Benutzeroberfläche ist eine digitale Stadtkarte, auf der Orte markiert und mit Geschichten und Wissen der Frankfurter/innen erweitert werden. Die User können ihre Geschichten digital mit Video- und Audiobeiträgen, Fotos und Texten erzählen. Es geht um das gemeinsame Sammeln von Erfahrungswissen, persönlichen Geschichten, besonderen Beziehungen zu bestimmten Orten, verschiedenen Nutzungsweisen der Stadt und um Daten, die neue Perspektiven eröffnen. Im Mittelpunkt steht das Abbilden von Vielstimmigkeit: ein audiovisuelles, multiperspektivisches und ständig wachsendes Stadtporträt soll durch die Userbeiträge geformt werden. Für das Museum bedeutet das, zusammen mit den Usern digitale Objekte als Zeugnisse der Frankfurter Gegenwart „live“ und online zu sammeln. Aus der wachsenden Sammlung wählt das Museum wechselnde Beiträge aus, die an Medienstationen im Museum gezeigt werden. Das Stadtlabor Digital versteht sich in diesem Sinn als methodisches Experiment, eine Plattform und digitale Interaktionsfläche, ein virtueller Ort der aktiven Auseinandersetzung des Museums mit seinen Usern und seiner Stadt.