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Von jedem Eins – Digital

Das Historische Museum Frankfurt (HMF) wird in das Förderprogramm „dive in. Programm für digitale Interaktionen“ der Kulturstiftung des Bundes aufgenommen, um neue Wege der Digitalisierung zu erproben.

Mit dem Programm will die Kulturstiftung des Bundes bundesweit Kulturinstitutionen darin unterstützen und motivieren, mit innovativen digitalen Dialog- und Austauschformaten auf die aktuelle pandemiebedingte Situation zu reagieren.
Das Historische Museum Frankfurt freut sich über die Förderung des Projektes „Von Jedem Eins – Digital“, das in Zusammenarbeit mit dem zeitgenössischen Frankfurter Künstler Karsten Bott entwickelt wird. Als eines von 68 ausgewählten Projekten, konnte es sich unter 564 eingegangene, gültige Förderanträge behaupten. Die Auswahl der Projekte erfolgte durch den Vorstand der Kulturstiftung des Bundes auf Empfehlung einer unabhängigen Expert*innenjury.

Das Kunstwerk des Frankfurter Künstlers Karsten Bott „Von Jedem Eins“ ist in der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung „Frankfurt Einst?“ im HMF zu sehen. Bott sammelt Dinge, oftmals ähnliche Objekte, wie sie sich auch in der HMF-Sammlung befinden, und stellt sie in einer sehr kompakten Form aus: Seine künstlerische Installation bildet ein wandfüllendes Regal mit 45 Fächern, mit 1.492 Objekten der Alltagskultur unserer Gegenwart. Diese Objektarrangements, die Bott als „Puppenstuben“ bezeichnet, bilden jeweils ein Thema ab – wie Baumarkt, Theater oder Liebe.
Die wie ein großes Wimmelbild arrangierten Ensembles vermitteln ein besonderes ästhetisches Erlebnis. Besucher*innen werden im wahrsten Sinne des Wortes in ihrer eigenen Lebenswelt abgeholt und an Umgangsweisen oder Gewohnheiten im eigenen Haushalt oder in ihrer Familie erinnert. „Mir sind die Dinge zum Anfassen sehr wichtig, diese sammle ich und damit arbeite ich. Die Verschränkung von analog und digital ist sinnvoll, weil wir damit ein anderes Publikum erreichen als bisher“, so Karsten Bott.

Ziel des Förderprojektes ist, das Kunstwerk und dessen Vermittlung in den digitalen Raum hinein zu erweitern. Für eine Interaktion mit dem Publikum werden spielerische Zugänge entwickelt. Über verschiedene digitale Formate soll es möglich sein, zu einzelnen Objekten eigene Geschichten, Erinnerungen und Assoziationen zu teilen. Dies soll über eine Web-Anwendung vom heimischen PC aus möglich sein sowie an einer Medienstation im Museum.
Zielgruppen sind Jugendliche und junge Erwachsene, Menschen mit kognitiven Einschränkungen sowie Senior*innen. Mit dem Projekt werden teilhabebeschränkte Menschen dabei unterstützt, Barrieren zu überwinden und an der digitalen Welt teilzunehmen und sie, den eigenen Bedürfnissen entsprechend, mitzugestalten.

Weitere Informationen von der Kulturstiftung des Bundes zu diesem Projekt finden Sie hier.