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Arbeitsdienst unterwegs zum Bau der Autobahn

Für den Bau der Autobahnen übernahmen Hitler und die NSDAP die Pläne des 1926 in Frankfurt gegründeten Verein HAFRABA (Abkürzung für Hamburg bzw. Hansestädte – Frankfurt – Basel). Eine beispiellose Propaganda inszenierte Hitler als ersten Bauherren und Erfinder der Autobahnen.

Einige Monate nach der Machtübernahme der NSDAP wurde im Juni 1933 ein Gesetz über den Bau von Reichsautobahnen erlassen, Fritz Todt zum Generalinspektor für das Straßenwesen ernannt und ein Budget bereitgestellt. Die Frankfurter Pionierleistung und Urheberschaft wurde aber nicht anerkannt. Obwohl der Bau des Abschnitts Frankfurt-Mannheim/Heidelberg im August 1933 begonnen hatte, ließ Hitler den ersten Spatenstich erst zum hessischen „Gau-Parteitag“ der NSDAP in Frankfurt am 23. September 1933 inszenieren. Er stellte sich als oberster Bauherr dar, der einem Heer von ehemals Arbeitslosen vorsteht. Die Aufnahmen dienten als Vorlagen für eine breitangelegte Propaganda. Mit dem Autobahnbau konnte die NSDAP glänzen, da sie anscheinend in kurzer Zeit viele Entscheidungen traf und Neues von allgemeinem Nutzen schaffen konnte. Die Eröffnung des Abschnitts Frankfurt-Darmstadt am 19. Mai 1935 wurde genauso zur Machtdemonstration genutzt. Eine beispiellose Propaganda inszenierte Hitler und die NSDAP als Erfinder der Autobahn, so dass sich dieser Mythos bis heute im kollektiven Gedächtnis halten konnte.

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