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Parkettstück der Frankfurter Börse

Von der Frankfurter Börse gingen seit 1948 entscheidende Impulse für die Entwicklung der gesamten deutschen Wirtschaft aus.

Briten und Amerikaner gründeten am 1. Januar 1947 die Bizone (britisch-amerikanische Besatzungszone). Frankfurt wurde Sitz der amerikanischen Militärverwaltung. Zur Vorbereitung einer deutschen Währungsreform wurde in Frankfurt die Bank deutscher Länder gegründet. In den USA wurden neue Banknoten gedruckt und nach Deutschland geflogen. Das geschah heimlich, damit die Reform nicht durch Spekulationen oder Kapitalflucht gefährdet wurde. Es handelte sich um 5,7 Milliarden D-Mark (DM), die in 23.000 Holzkisten transportiert wurden. Als Erstausstattung bekam jede Person am 21. Juni 1948 ein „Kopfgeld“ von 40 DM in bar ausgezahlt. Mit der Ausgabe dieses Betrags begann im Empfinden vieler Deutscher die Zeit des Wirtschaftswunders. Unmittelbar danach waren die Geschäfte voll mit gehorteten Waren, die nun für das neue Geld zu bekommen waren. Nach und nach übersiedelte der gesamte deutsche Finanzsektor nach Frankfurt. Die Stadt erlebte einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung. Seit der Ansiedlung der Europäischen Zentralbank (1998) und der Europäischen Bankenaufsicht (2014) ist Frankfurt der Finanzplatz der Eurozone.

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