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Schleife zur Fahne des Flobert-Schützen-Vereins Viktoria

„Ueb‘ Aug‘ und Hand für’s Vaterland.“ (Schützenmotto)

Schützengesellschaften gab es in deutschen Städten seit dem Mittelalter. Im Laufe der Jahrhunderte verloren sie ihren anfangs militärischen Charakter. Im 19. Jahrhundert entstand eine große Zahl von Schützenvereinen, die auch für demokratische, liberale und nationale Ideen eintraten.
In Frankfurt bestanden um 1900 gut zwei Dutzend Schützengesellschaften und -vereine, darunter einige Flobert-Schützen-Vereine. Auch der 1897 gegründete Schützenverein „Viktoria“ spezialisierte sich auf das nach dem Franzosen Nicolas Flobert benannte Kleinkalibergewehr, das zusammen mit einer Schießscheibe und einem Schützenhut auf der Vorderseite der Vereinsfahne abgebildet ist. Diese Fahne wurde 1902 zum fünfjährigen Jubiläum dem Verein „von Frauen und Jungfrauen“ gewidmet. Die Bildmotive sind ein Hinweis darauf, dass die Schützenvereine im Kaiserreich immer weniger politischen Charakter hatten.
Zu festlichen Anlässen wurden der Fahne von anderen Vereinen Ehrenbänder mit entsprechenden Aufschriften hinzugefügt. Diese Fahnenbänder bezeugen die intensiven Beziehungen, die die Frankfurter Vereine miteinander unterhielten und bei öffentlichen Festen zu Schau stellten. Der Oberschützenmeister Carl Giehl schenkte Fahne und Zubehör 1934 dem Museum.

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