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Ich sehe was, was Du nicht siehst. Rassismus, Widerstand und Empowerment

Stadtlabor-Ausstellung
1. Oktober 2020 bis 28. Februar 2021


Ab Oktober 2020 zeigt das Historische Museum Frankfurt eine Stadtlabor-Ausstellung mit dem Titel „Ich sehe was, was du nicht siehst. Rassismus, Widerstand und Empowerment“. Gemeinsam mit den Stadtlaborant*innen möchten wir den Blick auf postkoloniale Kontinuitäten und Brüche in Frankfurt legen. Das Stadtlabor lebt als partizipatives Ausstellungsformat, von der Beteiligung der Bürger*innen der Stadt. Deshalb ist das Ziel der Ausstellung, einen multiperspektivischen Blick auf das Beziehungsgeflecht zwischen kolonialer Vergangenheit und postkolonialer Gegenwart zu werfen.  

Im öffentlichen Diskurs werden die Themen Rassismus, Kolonialgeschichte und deren Kontinuitäten nur marginalisiert thematisiert und oft ohne den Einbezug ehemals kolonisierter Menschen und Länder verhandelt. Die Geschichtsschreibung ist überwiegend von Menschen der Mehrheitsgesellschaft verfasst worden, weshalb wichtige Perspektiven fehlen. Durch das Stadtlabor soll ein Raum geschaffen werden, in dem gegenwärtige Auswirkungen von ungleichen Machtverhältnissen sichtbar gemacht werden sollen. Das betrifft vor allem Narrative von marginalisierten Menschen, wie z.B. Schwarze Menschen, People of Color, Sinti*ze und Rom*nja, sowie Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrungen. Wir möchten diese Narrative, Perspektiven und Erfahrungen in der Stadtlabor-Ausstellung in den Mittelpunkt rücken. Die Beiträge entstehen in enger Zusammenarbeit zwischen Museum und Expert*innen aus der Stadt. Angesprochen sind Bewohner*innen genauso wie Wissenschaftler*innen, Künstler*innen,Forscher*innen und anderweitig Interessierte. In den Stadtlabor-Workshops diskutieren und erarbeiten wir von November 2019 bis Mai 2020 gemeinsam mit den Stadtlaborant*innen Inhalte für die Ausstellung. Diese Beiträge können postkoloniale Erkundungstouren, Podcasts zu Alltagsrassismus, Interviews zu marginalisierten Narrativen, aber auch empowernde Installationen und vieles mehr sein. Ergänzt werden diese Frankfurter Positionen durch sechs künstlerische Beiträge, die wir über einen Open Call for Artists ausgewählt haben.

Aktuell sind an der Stadtlaborausstellung Menschen aus unterschiedlichen aktivistischen und migrantischen Initiativen sowie Vereinen Frankfurts beteiligt.
In der Ausstellung wird es auch einen partizipativen Anteil geben, der es den Besucher*innen ermöglicht direkt und unmittelbar einen subjektiven Beitrag im Museum zu hinterlassen.